Ist in Alt-Weil der Knoten geplatzt?

Nach der Umgestaltung wird man sehen, wie Radler und Fußgänger zurechtkommen.

Mitte Oktober 2019 wurde nach mehrmonatiger Bauzeit der Alt-Weiler Knoten für den Verkehr freigegeben. Ziel der Maßnahme war es, den Durchgangsverkehr in Alt-Weil zu verringern und sichere Verbindungen für Radfahrer sowie für Fußgänger zu schaffen. Die Höchstgeschwindigkeit wurde, wie bisher auch der Fall, auf 30 km/h begrenzt. Für die Fußgänger verlaufen die Gehwege sowohl nördlich der Hauptstraße als auch westlich der Zufahrt zur Zollfreien Straße. Der Radfahrer wird vom Grenzübergang in Richtung Alt-Weil auf einen Schutzstreifen geführt, der danach in einen Radweg übergeht. Kurz vor dem Grenzacher Weg verschwenkt der Radweg – der Schutzstreifen führt den Radfahrer wieder auf die Haupt-straße.

In umgekehrter Richtung, also vom Grenzacher Weg bis zum Grenzübergang, ist ein Schutzstreifen auf der Fahrbahn aufgebracht. Der Verkehr der Hauptstraße ist bevorrechtigt und die Fahrzeuge von der Zollfreien Straße sind wartepflichtig. Diese stark frequentierte Route wird täglich von Pendlern, Schülern, Alltags- und Freizeitradlern von und nach Lörrach genutzt. Entlang der Zufahrt zur Zollfreien Straße wurden auf beiden Richtungsfahrbahnen Schutzstreifen für den Velofahrer markiert. Auf einen separaten Radweg wurde hier verzichtet, da das Radverkehrsaufkommen auch zukünftig nur gering sein wird, da der Velofahrer auf dem Radweg vom Dreiländergarten/Nonnenholz entlang der Zollfreien bereits zuvor andere Radrouten wählen kann. Wird Alt-Weil jetzt für den Durchgangsverkehr unattraktiver und für den Langsamverkehr sicherer? Das muss sich zeigen.

Wiechert