29. Velobörse Weil am Rhein

Im Allgemeinen sagte der Wetterbericht für die 29. Weiler Velobörse gutes Wetter voraus. Am frühen Samstagmorgen, und auch zu Beginn der Börse, herrschte noch  dichter Nebel, was jedoch die ersten Veloverkäufer nicht daran hinderte schon gegen 07.30 Uhr ihre gebrauchten Velos abzugeben. Die Nebelschwaden verzogen sich im Laufe des Vormittags auch und die wärmenden Sonnenstrahlen zogen doch wieder viele Kauflustige an.
Es gab wieder ein breit gefächertes Angebot an Fahrrädern; die Preisspanne lag zwischen 10 € und 800,– € für ein E-Bike.
Die angebotenen Fahrräder waren in einem guten Zustand und teilweise neuwertig.
Es waren wieder sehr viele Kinder- und Jugendräder im Angebot, die größtenteils auch den Besitzer wechselten.

Über 200 Velos wurden angeboten

Angeboten wurden u. a. hochwertige Tourenräder, Mountainbikes, Rennräder, Kinderanhänger und 2 E-Bikes. Die Offerte an Kleinteilen, wie Helme, Sattel, Trainingsrollen und Fahrradschlösser, war ebenfalls gut sortiert.  So konnten insgesamt 234 Velos (im vergangenen Jahr 360) einschließlich Zubehör angenommen werden. Verkauft wurden 143 Räder einschl. Zubehör = 61% (vergangenes Jahr wurden 64 % verkauft);
Mit 19 aktiven Mitgliedern der Weiler IG Velo, davon waren 4 Hobby-Mechaniker für Kleinstreparaturen, waren während der Börse im Einsatz und haben wieder vollen Einsatz gezeigt, was auch in diesem Jahr zum Erfolg der Börse geführt hat. Ein positives Feedback gab es von einigen Besuchern für die gute Organisation der Veranstaltung.


Erwähnenswert wäre noch, dass an diesem Samstagvormittag keiner der Börsenbesucher Hunger und Durst leiden musste, denn das Familienzentrum „Wunderfitz“ hatte, wie in den vergangenen Jahren auch, wieder für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt.

Wiechert

Veloroute auf der Kippe

Ein verkehrsberuhigter Bereich bei der geplanten „Dreiländergalerie“ würde eine wichtige Radverbindung in Frage stellen.

 

Anfang Februar hat der Weiler Gemeinderat den Bebauungsplan „Innenstadt West“ verabschiedet – somit ist rechtlich alles geklärt für ein großteils neu bebautes Zentrum zwischen der Hangkante (mit dem geplanten Einkaufszentrum „Dreiländergalerie“) sowie dem Kaufring- und Inselareal. Der Bebauungsplan ermöglicht hier eine Fußgängerzone sowie einen Shared-Space-Bereich. Von der Humboldtstraße, Höhe der Stadtbibliothek, bis zum jetzigen Schlaufenkreisel ist ein verkehrsberuhigter Bereich vorgesehen. Auf dieser Strecke befindet sich auch die Zufahrt zum Parkdeck des Kaufrings sowie zur dortigen Esso-Tankstelle.

Im Radverkehrskonzept der Stadt Weil („Velo 2025“) und ebenso im Radverkehrskonzept des Landkreises Lörrach ist genau hier eine Pendlerroute eingetragen: von Haltingen her und nach Haltingen hin, auf dem heutigen Radweg entlang der Müllheimer Straße, vorbei an der Stadtbibliothek und weiter bis zum  Schlaufenkreisel. Auch die in Arbeit befindliche Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung „Oberrhein“ (Auftraggeber: Landratsamt Lörrach) orientiert sich im Zuge der Müllheimer Straße an dieser gewohnten Radroute.

Zudem zählt die Route zum „RadNETZ Baden-Württemberg“ mit seinen Alltagsrouten, die hier deckungsgleich sind mit den Pendlerrouten. Diese Routen sollen den Radverkehr fördern. Damit das erreicht wird, müssen möglichst direkte und zügig befahrbare Strecken für Pendler und Alltagsradler angeboten werden.

Das aber passt nicht zu einem verkehrsberuhigten Bereich, wie er hier nun beabsichtig ist: Denn nach der Straßenverkehrsordnung darf in dieser Zone nur noch in Schrittgeschwindigkeit gefahren werden – und Schrittgeschwindigkeit bedeutet:  4 bis 7 km/h. Fußgänger dürfen auf der gesamten Straßenbreite nicht gefährdet oder behindert werden.
Ein Verlegen dieser nun doch in Frage gestellten Veloroute ist nicht vorgesehen. Das kann zur Folge haben, dass nach dem Einrichten eines verkehrsberuhigten Bereichs die Radfahrer vermehrt wieder die Bundesstraße nutzen.

Sollte die Planung in der Müllheimer Straße zwischen Humboldtstraße und Schlaufenkreisel vielleicht nochmals überdacht werden?


Müllheimer Str.- Richtung Schlaufenkreisel

Wie funktoniert`s

Fahrradtechnik für E-Bike Einsteiger

Sehr interessant und aufschlussreich war der erste Kompaktkurs Fahrradtechnik für Einsteiger, der speziell für e-Bike-Fahrer bei der VHS Weil am Rhein,  von der Weiler IG Velo organisiert und in Zusammenarbeit mit der Firma EKONE aus Eimeldingen, erfolgreich ausgerichtet wurde.
Ein Schwerpunkt wurde auf den Akku gelegt. Er liefert die Energie für das e-Bike. Die Reichweite mit einer Akku-Ladung ist von vielen Faktoren abhängig, wie etwa dem Gewicht des Fahrers, der Anzahl der Steigungen oder der Unterstützungsstufen.
Bei optimalen Bedingungen ergeben sich Reichweiten von bis zu 100 km pro Akkuladung.
Auch notwendige Tipps für das richtige Laden und die ordnungsgemäße Lagerung eines Akkus wurden angesprochen.
Bei ungewöhnlichen Geräuschen oder Beschädigungen sollte dieser vom Fachhändler überprüft werden.
Geübt wurde auch der Ein- und Ausbau der Laufräder, das Abziehen des Reifens von der Felge, das Wechseln des Schlauches, die Funktion der Scheibenbremse, das verschleißarme Fahren sowie das optimale Schalten während der Fahrt.
Die regelmäßige Kontrolle und Pflege der Funktionstüchtigkeit, wie beispielsweise der Bremsen, Schaltung, Lichtanlage, Reifendruck oder Felgen des e-Bikes ist äußerst wichtig und kann Schäden oder Unfällen vorbeugen.
Nach langen Stehpausen ist es auch ratsam einen Blick auf die Laufräder zu werfen, ob diese porös, rissig oder abgefahren sind.

Nun können sich die Teilnehmer im Falle eines Falles selbst helfen.
Wiechert

„Alte Straße“ ein Dauerthema

Beachte auch den Nachtrag am Ende des Artikels!

siehe auch Velo Post 1/2018 Seite 6

Als sehr prekär für den Radfahrer in der Alte Straße in Weil am Rhein-Friedlingen sieht die IG Velo den schlechten Zustand der Bahnübergänge der Hafenbahn sowie den weiterführenden Radweg von und nach Märkt an.Rhein Radweg Alte Straße
Eine Sanierung dieser Veloroute wird für dringend erforderlich gehalten.
Die Oberfläche des Radweges ist weiterhin sehr schlecht und kaum befahrbar, insbesondere bei Nässe sowie im Herbst und Winter.
Die Stadtverwaltung hat erklärt, dass es keine kurzfristige Lösung geben werde, da im Zusammenhang mit dem Rheinuferweg ein Zuschussantrag an das Agglomerationsprogramm des Schweizer Bundes gestellt wurde. Ein vorläufiger Zwischenbescheid wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 erteilt. Von diesem wird dann die weitere Vorgehensweise abhängen.
Bahnübergang Alte Straße
Ferner sollen in absehbarer Zeit die notwendigen Arbeiten an den Bahnübergängen der Hafenbahn erfolgen.

Nachtrag :
Diese Arbeiten sind inzwischen ausgeführt worden und die Schienen Übergänge sollten in nächster Zeit keine Probleme mehr bereiten.

Wiechert

„Shared Space“ eine Change für Weil

VeloPost 1/2018

In Weil am Rhein ist ein Mobilitätskonzept in Arbeit, das Ziel ist eine verträglichere
Mobilität. Wie soll dieses geschehen? Das Auto stand bisher im Mittelpunkt des
Geschehens. Was kann man tun, wenn der Platz in der Stadt für eine Ausdehnung
der Straßen oder Radverkehrsanlagen nicht ausreicht?

Klar ist: Viele Strecken im Stadtgebiet können zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Bus,
der Tram oder auch der S-Bahn zurückgelegt werden.
Bei begrenztem Raum, den sich Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger teilen
müssen, kommt die Idee des „Shared Space“ (Gemeinsamer Raum) ins Spiel.Shared Space beim Kaufring
Wo bisher jeder seinen zugewiesenen Raum hatte, muss bei „Shared Space“
gleichberechtigt geteilt werden – was ein großes Maß an Rücksichtnahme von allen
verlangt.
Das kann erreicht werden, wenn in dieser Zone die Geschwindigkeit
erheblich heruntergesetzt wird auf Tempo 20. Damit könnten Radfahrer und
Zufußgehen sicherer und vielleicht auch attraktiver werden. Hier gibt es mehr
Kommunikation und vermehrt Blickkontakt
Unterm Strich kann zudem herauskommen, dass sich die Wohnqualität verbessert und der Lärm verringert hat.
Auch dies könnte passieren: Autofahrer suchen Alternativen zum Beispiel für den
Weg zum Einkaufen oder zur Arbeit – etwa den öffentlichen Nahverkehr, das Fahrrad
oder sie gehen zu Fuß.

Diese Idee mit dem gemeinsamen Verkehrsraum soll dort funktionieren, wo
Menschen sehr oft die Straße queren und ein hohes Verkehrsaufkommen herrscht.
Das ist in Weil am Rhein im Bereich der Hauptgeschäfte zwischen Bühlstraße,
Schillerstraße und der Friedensbrücke der Fall.
Besteht die Möglichkeit diese Idee des „Shared Space“ in Weil am Rhein zu
verwirklichen?
Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert, um die Verkehrslage zu verbessern und vor
allem für Radfahrer größere Sicherheit zu erreichen.

Wiechert