Erfolgreiche 28. Weiler Velo-Börse 2017

Was können sich die Organisatoren der erfolgreichen Weiler Velo-Börse 2017
mehr wünschen, als  trockenes, sonniges Wetter sowie zufriedenen Gesichter bei den Verkäufern und den  Schnäppchenjägern.
Bei der 28. Velo-Börse konnte eine neue  Bestleistung verzeichnet  werden.360 Fahrräder  einschließlich  Zubehör konnten am  Samstag  Morgen des 01.04.2017 in  Empfang  genommen werden und  somit 100  mehr als noch bei der letztjährigen Velo-Börse.

Erfolgreiche 28. Weiler Velo-Börse 2017

Kurz vor dem großen“Ansturm“ um 10:30 Uhr

Was wurde verkauft

64 Prozent des  Angebotes     konnte verkauft werden,  was in   etwa dem Vorjahr  entspricht.Die   Preisspanne lag zwischen 10€   und 1.500 € für ein E-Bike.Die   angebotenen  Fahrräder waren   bis  auf einzelne Räder in einem   guten  Zustand und teilweise   neuwertig.  Es waren wieder sehr   viele  Kinder- und Jugendräder im   Angebot, die größtenteils auch   den Besitzer wechselten.

Erfolgreiche 28. Weiler Velo-Börse 2017

Da war fast für jeden was dabei!

Was wurde angeboten

Angeboten wurden u. a.     Tourenräder, Mountainbikes,     Rennräder,  Kinderanhänger und     E-Bikes.
Das Angebot an Kleinteilen, wie   Packtaschen,  Fahrradständer,   Montageständer sowie  diverse   Helme, war  breit gefächert.
21 aktive Mitglieder der Weiler   Ortsgruppe, davon 5 Mechaniker   für Kleinst Reparaturen,  waren bei der Börse im Einsatz.

Das Familienzentrum „Wunderfitz“
hat, wie in den vergangenen
Jahren, wieder für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt.

Wiechert

Fahrradtechnik mit der IG Velo

10 Teilnehmer- /innen haben sich Mitte März im Kesselhaus in Weil zum Kurs „Fahrradtechnik für Einsteiger“ eingefunden. In Kooperation mit der dortigen VHS wurden ihnen von der IG Velo Weil in ausführlicher und anschaulicher Weise Anleitungen und Tipps für die häufigsten Reparaturen gegeben, um bei Pannen das Velo wieder fahrbereit zu bekommen.

Nun können sie unbeschwert die Radtouren genießen – sie können sich im Falle eines Falles selbst helfen.

J.Wiechert

 

Weil bewegt sich

Jürgen Wiechert beleuchtete in der Mitgliederversammlung zentrale Punkte der Radverkehrsförderung

 Wenn die Ortsgruppe Weil am Rhein zur jährlichen Mitgliederversammlung einlädt, darf sie stets neugierige „Externe“ begrüßen – in diesem Jahr Christoph Huber, Erster Bürgermeister der Stadt Weil am Rhein, Carola Felber vom Stadtbauamt, Leonie Wiesiollek als Fahrradbeauftragte des Landkreises Lörrach, Hermann Künzig als Vorsitzenden des Schwarzwaldvereines sowie Gerhard Zickenheiner, den Bundestagskandidaten des Bündnis 90/Die Grünen.
Jürgen Wiechert gab einen Überblick über den Stand der Radverkehrs-förderung in Weil am Rhein.
Die IG Velo wird das im November 2015 vom Gemeinderat beschlossene Radverkehrskonzept im Blick behalten – schließlich könnte dank ihm in den kommenden zehn Jahren das Radfahren deutlich attraktiver und sicherer werden und (zusammen mit dem öffentlichen Nahverkehr) eine spürbare Verringerung des Autoverkehrs erreicht werden. Die IG Velo befürwortet das Konzept. Es müsse der Entwicklung der Stadt und des Radverkehr angepasst werden, betonte Jürgen Wiechert. Projekte wie ein Rheinuferweg in Friedlingen und eine Velobrücke über die A 5 bei Haltingen sollen langfristig umgesetzt werden. Jetzt gilt es Prioritäten zu setzen – und da sieht die IG Velo den Stadtteil Friedlingen an erster Stelle stehen.

Die Lage im Stadtgebiet

Verbesserungen im Radwegenetz im Stadtgebiet sowie in den Stadtteilen sind deutlich erkennbar, zeigt die Momentaufnahme der IG Velo. So hat sich die Sicherheit der Velofahrer auf der „Römerstraße“ nach dem Anbringen von Schutzstreifen in Verbindung mit Tempo 30 und der Rechts-vor-Links-Regelung erhöht. Die Verschwenkung des Schutzstreifens auf der „Römerstraße“ auf Höhe des Läublinparks ermöglicht jetzt dem Velofahrer, problemlos an den wartenden Fahrzeugen bis zum Kreuzungsbereich „Römerstraße/Hauptstraße“ vorbeizufahren.
Schutzstreifen sieht man zunehmend auf den Straßen in den Städten und Gemeinden, auch in Weil am Rhein – ganz im Sinn der IG Velo. Sie dienen der Sicherheit des Radfahrers, machen ihn sichtbar für den motorisierten Verkehrsteilnehmer – sehen und gesehen werden. Dem Autofahrer wird aufgezeigt, dass Radfahrer auf dieser Straße fahren dürfen und zum Straßenverkehr gehören.
Nach Fertigstellung des Steges über Gleisanlagen und „Freiburger Straße“ in Haltingen (auf Höhe des Hotels „Axion“) soll der an der „Freiburger Straße“ verlaufende Radweg über die „Markgräfler Straße“ hinweg als straßenbegleitender Radweg angelegt werden, das heißt: der Radfahrer soll die „Markgräfler Straße“ vorfahrtsberecht überqueren können. Es handelt sich hier um eine bedeutende Pendlerroute für Velofahrer.
Am „Weilweg“ und „Winzerweg“, einer wichtigen Radroute nach dem Radverkehrskonzept, muss die Durchfahrt für dort nicht fahrberechtigte Autos unterbunden werden. Poller die versenkt werden können wie jene rund um Lörrachs Fußgängerzone, könnten eine Lösung sein. Landwirte und Winzer sollten hier weiterhin fahren können.

„Shared Space“ ausprobieren

Ob Weil am Rhein eine Fußgängerzone bekommt in der „Hauptstraße“, zwischen Sparkasse und Schlaufenkreisel, bleibt vorerst die Frage – einen Testlauf wird es wahrscheinlich erst 2018 geben. Die IG Velo sieht eine Fußgängerzone dort positiv, wenn Radfahrer sie fahrend und ohne Einschränkungen nutzen dürfen.
Um Verkehrsprobleme im Bereich des Schlaufenkreisels und dem dort geplanten Einkaufscenter „Dreiländergalerie“ in den Griff zu bekommen, schlägt die Stadt einen „Shared Space“-Bereich vor. Diese Einrichtung ist hier nahezu unbekannt. Vereinfacht gesagt ist das ein Raum, in dem sämtliche Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt unterwegs sind: Autos, Fahrradfahrer, Fußgänger. Verzichtet wird auf Trennungen in Fahrbahnen und Fuß-/Radwege, auf Schilder, Markierungen und Ampeln. Das Ziel ist ein rücksichtsvolles, gefahrloses und langsames Miteinander, ohne die Dominanz des Autos. In der Mitgliederversammlung war ein Video aus dem schweizerischen Biel zu sehen: Dort wird Shared Space seit einigen Jahren in der Innenstadt praktiziert und zeigt nur Vorteile, lautet die Auskunft des dortigen Verkehrsplaners. Ein Versuch in Weil sei das wert, urteilt die IG Velo. Man müsse nur den Mut haben, Dinge auch auszuprobieren, kommentierte Bürgermeister Huber.

Wünsche fürs Fahrradhotel

Neugierig schaut die IG Velo auf das Vorhaben des Investors, beim Einkaufs- und Dienstleistungszentrum „Dreiländergalerie“ ein modernes „Fahrradhotels“ zu errichten. Die Ortsgruppe will einiges beachtet sehen: so die die Zugänglichkeit auch für Spezialfahrräder, Velos mit Kinderanhängern und ähnlichem (sie brauchen einfach mehr Platz). Und es müsse eine adäquate Infrastruktur für Nutzer geben, unter anderem Schließfächer, Ladestationen für Akkus der E-Bikes, Druckluft, Werkzeug. Eine Velowerkstatt mit Fahrradvermietung würde das Angebot vervollständigen.

Hafen macht Hoffnung

Weiler Rheinhafen

Würde im Hafen Weil der Umschlagbetrieb zurückgefahren, könnten Radfahrer wie Fußgänger nahe ans Ufer und auf Umwege verzichten

Zufrieden wäre die IG Velo, würde der Radweg in der „Alte Straße“ endlich saniert. Sie hat mit dem Stadtbauamt bereits diskutiert, wie der Velofahrer künftig geführt werden könnte, ob auf der westlichen oder östlichen Seite der Kreisstraße mit all den Vor- und Nachteilen. Ganz neue Möglichkeiten ergäben sich, wenn der Uferbereich im Hafengebiet zwischen Palmrainbücke und dem Rheinpark vielleicht schon im kommenden Jahr für Radfahrer und Fußgänger wieder zugänglich wäre. Der Radfahrer könnte anschließend, am nördlichen Ende der „Hafenstrasse“, gegenüber der Einmündung „Rebgartenweg“, den Radweg westlich der „Alte Straße“ im Zweirichtungsverkehr (von und nach Märkt) befahren. Dadurch entfiele eine Querung der viel befahrenen Kreisstraße und es gäbe weniger Gefahren durch Seitenstraßen bzw. Firmen Ausfahrten wie derzeit auf der Velo Route östlich der „Alte Straße“.
Es gebe heute noch einen Umschlagplatz für die Schiffe im Rheinhafen, kommentierte Christoph Huber. Deshalb sei fraglich, ob der Uferbereich bereits im kommenden Jahr für Velofahrer und Fußgänger frei werden könnte.

Radwegschilder überzeugen

Jürgen Wiechert lobte die neue Radwegausschilderung im Raum Weil. Jedoch müssten dringend Routen ausgeschildert werden zur Dreiländerbrücke in Friedlingen, die alternativ nicht über die beengte Hauptstraße führen sollten. Ebenso müssten Ausweichrouten an der „Colmarer Straße“ aufgezeigt werden, wo teilweise die touristische Route des Südschwarzwaldweges durchführt. Auch im Ortskern von Haltingen sei Handlungsbedarf: Bei hoher Verkehrsdichte und Schwerlastverkehrs auf der „Freiburger Straße“ ist es für den Radtouristen (Richtung Kandertal) dort nicht gerade vergnüglich. Entsprechende Routenänderungen wurden von Stadtverwaltung, Landratsamt und IG Velo schon diskutiert und festgelegt.

 Auftrag für ein Mobilitätskonzept

Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, dem Stadtbauamt, wertete Jürgen Wiechert als weiterhin sachlich, teils sehr intensiv, offen und fair. Sie sollte sich auch bewähren, wenn die Stadt nun ein Mobilitätskonzept in Auftrag gibt. In die Planung werden Interessenverbände wie die IG Velo eingebunden.
Die Mitgliederversammlung war für Jürgen Wiechert der richtige Anlass, den „Hobbymechanikern“ Jörg Reinert, Marc Schatt und Hanspeter Haas zu danken (sie helfen im Repair Café beim Reparieren von Velos) sowie den Tourguides Bernd Klar, Willy Brüsch und Roland Christ (sie arbeiten Velotouren aus und führen sie).
Ulrich Siemann setzte an diesem Abend den Schlusspunkt: Er zeigte Bilder der Velotouren aus den zurückliegenden zwei Jahre im Nordosten von Sardinien, zum Kaiserstuhl und im südlichen Schwarzwald.

Jürgen Wiechert und sein Stellvertreter Dr. Michael Pantze sind für weitere zwei Jahre an die Spitze der Ortsgruppe Weil gewählt worden

 

 

 

 

 

 

 

 

Radler wohin?

zollstrasseDas Befahren der Hauptstraße im Weiler Stadtteil Friedlingen ist mit dem Velo wegen der Tramführung problematisch. Die Fahrbahn ist schmal, teilweise muss zwischen den Schienen geradelt werden. Autos können die Radfahrer deshalb nicht überholen und müssen langsam hinter ihnen herfahren. Beim Kreuzen der Gleise besteht besonders bei feuchtem und / oder eiskaltem Wetter große Rutschgefahr. Die Gehwege können die Velofahrer zwar befahren, jedoch bei der Benutzung ist besondere Rücksicht auf die Fußgänger zu nehmen. Bieten sich denn für den Fahrradfahrer wirklich Alternativen an?
Die Obere Schanzstraße als Ausweichroute wird als problemlos angesehen, da sie bereits schon immer als Umfahrung der Hauptstraße diente. Weiterlesen