Randstreifen könnten helfen

VeloPost 4/2017
Schutzmarkierungen

Der benutzungspflichtige Radweg an der Bundesstraße 317 in Weil am Rhein entlang der zollfreien Straße liegt teilweise tiefer als die dortige Fahrstraße.
Bei Dunkelheit werden die Radfahrer von entgegenkommenden Fahrzeuge geblendet – dann ist eine Orientierung für den Velofahrer teilweise sehr beschwerlich.
Bei der Stadtverwaltung regte die IG Velo an, links und rechts des Radwegs, Randstreifen zu markieren, beginnend an der Zufahrt zur zollfreien Straße in Weil-Ost bis zur Abzweig-ung des Radweges zum Erlenweg.
Randstreifen erleichtern Radlern die Orientierung.

Wiechert

Ein- und Ausfahrt beim Freizeitcenter „Impulsiv“ etwas sicherer

Das zurückschneiden der Hecken und Sträucher (veranlasst von der Stadt-verwaltung), macht die unübersichtliche Ein- und Ausfahrt beim Freizeitcenter Impulsiv“, im Weiler Stadtteil Otterbach, für Velo- und Autofahrer etwas sicherer.

Weiterhin sollte allerdings angestrebt werden, die Gefahrenstelle zu beseitigen, indem der Fahrzeugverkehr zum Freizeitcenter über den Dreiländerparkplatz geleitet wird.Wiechert

Weiterhin Gefährlich

In Weil am Rhein fahren Radler beim Freizeitcenter mit Risiko. Immer noch.

Eine bedeutende Verbindung für Velofahrer in Weil am Rhein ist die Basler Straße: Sie führt vom Zentrum in den Stadtteil Otterbach und ist im  Radverkehrskonzept als  Pendlerroute, also schnelle Radverbindung für Alltagsradler ausgewiesen. Auf dieser Route existiert momentan kein Radweg, so dass der Velofahrer auch die viel befahrene Straße nutzen kann – für eine größere Akzeptanz sollten Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn angebracht werden.
Impulsiv FreizeitCenterDer Gehweg ist auf dem gesamten Streckenabschnitt für Radfahrer frei, im Zweirichtungsverkehr – das wird auch rege genutzt. Ein besonderer Gefahrenpunkt stellt nach Ansicht der IG Velo die Ein- / Ausfahrt zum Freizeitcenter „Impulsiv“ dar. So ereignete sich Anfang April in den Nachmittagstunden ein Verkehrsunfall, als ein PKW vom Gelände eines Freizeitcenters nach links auf die Basler Straße in Richtung Grenzübergang einfahren wollte und die Vorfahrt des E – Bike – Fahrers missachtete, der vom Stadtteil Otterbach in Richtung Stadtmitte unterwegs war. Der Velofahrer wurde schwer verletzt.

Es handelt sich tatsächlich um eine unübersichtliche Zufahrt. Verkehrsteilnehmer haben an dieser Stelle mit mehreren Problemen zu kämpfen: der Eisenbahnbrücke, die die Sicht versperrt, dem hohen Verkehrsaufkommen – und nicht zuletzt müssen Höhe Freizeitcenter die ein- und ausfahrenden Fahrzeuge noch den Gehweg kreuzen, der von Velofahrern genutzt wird.
Die von der Stadtverwaltung angedachte Lösung,  die Ein- / Ausfahrt beim Freizeitcenter zu verlegen und in Ein- /Ausfahrt zum Dreiländerparkplatz zu integrieren, könnte die Gefahrenstelle erheblich entschärfen. Jedoch müsste dafür eine Durchfahrt vom Freizeitcenter zum Dreiländerparkplatz geschaffen werden.

Wiechert

10 Jahre Passarelle

Zahlreiche Besucher lockte das 10-jährige Jubiläum der Dreiländerbrücke an, das die Partnerstädte Weil am Rhein und Hüningen am 01. und 02. Juli 2017 feierten. Abgesehen von einigen Regentropen war es eine hervorragende und abwechslungsreiche Veranstaltung.
Allein aus Weil waren an den beiden Tagen mehr als 30 Vereine und Organisationen dabei, sei es mit einem Bewirtungsstand oder mit einer unterhaltsamen Vorführung.
So hatten auch die Weiler IG Velo einen Infostand mit vielerlei Tipps zum Radeln und Kartenmaterial aus der Region für interessante und erlebnisreiche Velotouren
Frappé – Velo                                                                                                          
Auch konnten sich die Festbesucher einen selbst geradelten Fruchtsmoothie mit dem Frappé – Velo zubereiten, was ein voller Erfolg war.

Wurde ein Smoothie geradelt, hat sich auch sofort auch eine kleine Menschentraube um das Velo versammelt und bestaunten dieAttraktion. Fahrradkorso
Zudem gab es am Sonntagnachmittag einen Fahrradkorso der besonderen Art. Auf Grund des 200-jährigen Geburtstages des Fahrrades  initiierte Georg Spachtholz, Velohändler aus Hüningen, einen Fahrradkorso vom Weiler Festplatz über die Dreiländerbrücke bis zur Hüninger Festmeile. So konnten die Festgäste bei der Parade Räder von 1817 bis 2010, wie eine Laufmaschine (Draisine), ein Rennsportrad Marke „Peugeot“, welches bereits an der Tour de France teilnahm, ein Faltrad „Brompton“ aus London, ein Liegetandem, das Tourenrad „Ludoviga“  sowie ein neuzeitlicher Kindertransporter, in Augenschein nehmen.
Velo-Taxi
Vor dem offiziellen Akt wurden Oberbürgermeister Wolfgang Dietz aus Weil am Rhein und der Bürgermeister von Hüningen, Jean – Marc Deichtmann, von der IG Velo mit einem Velotaxi zur Dreiländerbrücke chauffiert, wo sich die Delegationen aus beiden Städten trafen und mit Grußworten zum Ausdruck brachten, dass die Dreiländerbrücke zum Symbol des Dreiländerecks geworden ist und Menschen zusammenführe und somit also ein Stück gelebtes Europa ermögliche.

Wiechert

Velotour und kulinarische Erkundung im Elsass, 09. bis 11. Juni 2017

IG Velo und Schwarzwaldverein Weil am Rhein sind zu einer spannenden Tour zur elsässischen Weinstraße aufgebrochen. Die 19 Radlerinnen und Radler überbrückten zunächst die Strecke nach Colmar mit der französischen Eisenbahn. Von dort fuhren wir über die « Véloroute du Vignoble d’Alsace »,  ein Teilstück der EuroVélo 5 nach Bergheim. In einem herrlichen Gewölbekeller konnten wir drei verschiedene elsässische Flammenweien und Edelzwicker probieren. Weiter ging es zur Besichtigung der historischen Altstadt von Ribeauvillé, gelegen unterhalb von drei Burgruinen. Danach fuhren wir über einen kleinen steilen Pass gleich zur Besichtigung des nächsten pittoresken Städtchens Riquewihr. Reichenweiher gehörte einst zur Grafschaft Württemberg-Mömpelgard und führt heute noch die 3 schwarzen Hirschgeweihe auf gelbem Grund im Wappen. Der Regen drohte schon die ganze Zeit und auf dem Wege zur Weinprobe nach Ammerschwir erwischte und ein kräftiger Schauer. Das Weingut Heizmann betreibt schon seit Generationen biologischen Weinbau und gehörte zu den ersten elsässischen Biowinzern. Der Vorbereiter dieser Tour Willy Brüsch, hatte diese Lokalität sowie die anderen Restaurants und Weingüter bei seinen drei Vortouren ausgekundschaftet. Zurück ging es noch durch viele malerische Weindörfchen nach Colmar zum Hotel. Dort erwartete uns Rosi Brüsch, die dankenswerterweise den Gepäcktransport übernommen hatte und uns unterwegs immer wieder mit gekühlten Getränken und Basler Leckerli versorgte.

Am zweiten Tag radelten wir bei schönstem Wetter abseits der Hauptstraßen zunächst nach Munster und danach zum „Maison de Fromage“ in Gunsbach. Wir lernten bei einer äußerst kurzweiligen Präsentation die vielen Geheimnisse kennen, die nötig sind um einen guten Original-Münsterkäse herzustellen. Diesen konnten wir anschließend in verschiedenen Zubereitungsformen probieren. In der Mittagshitze führte uns der „Chef de Route“ Roland Christ über viele hundert Höhenmeter auf den Pass „Col de Firstplan“ zwischen dem Munstertal und dem Ohmbachtal. Oben stand wieder Rosi und versorgte uns mit kühlem Wasser und Müsliriegeln. Die lange Abfahrt entschädigte uns für die Anstrengungen, bevor wir im Weingut Klein in Soultzmatt eine ausführliche Degustation mit Crémant d’Alsace, Riesling, Pinot Gris und Gewürztraminer genossen. Beschwingt ging es danach wieder bergauf vorbei an der Mineralquelle „Lisbeth“ zum ausgezeichneten Hotel in Wintzfelden.


Die Rückfahrt durch die Ebene des Elsass mit Zwischenstopp in Ottmarsheim erstreckte sich über 80 Kilometer bei Temperaturen von mehr als 30°C. Durstig aber wohlbehalten, ohne Unfälle und Pannen kamen wir am frühen Nachmittag wieder in Weil an. Herzlichen Dank an die Organisatoren Willy und Rosi Brüsch, Roland Christ und Jürgen Wiechert, die in verschiedenen Funktionen die Tour bestens vorbereitet hatten.

 

Rollende Erholung zum Saisonbeginn

Viele gute Gründe sprechen dafür, auch hin und wieder eine topfebene Ausfahrt zu Beginn der Velosaison auszurichten. So waren Ende April 22 Radler der Weiler Ortsgruppe unterwegs entlang des Hüninger- und des Rhein-Rhône-Kanals sowie durch den Hardt Wald in die elsässische Kleinstadt Ottmarsheim zu einer Führung der Abteikirche St. Peter und Paul.
D
iese, aus der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts stammende einstige Klosterkirche, gehört zu den bedeutendsten Baudenkmäler der Romanik und hat sein Vorbild in der Aachener Pfalzkapelle Karls des Großen, jedoch wurde diese in einem wesentlich schlichteren Stil erbaut.
Gespickt mit Informationen zur Baugeschichte der Kirche ging es auf dem Rückweg auf Radwegen und Nebenstraßen entlang der Ortschaften Hombourg, Petit – Landau nach Niffer, welches sich am Zusammenfluss des Rhein-Rhône-Kanal und Rheinseitenkanal mit einer Schiffsschleuse befindet, dessen Außengebäude Anfang der 60-ziger Jahre nach Plänen des elsässischen Architekten Le Corbusier erbaut wurden.
Zu Hause angekommen kam man zum Fazit, dass es doch manchmal auch nichts angenehmeres mit den Velo gibt, als ein paar flache Kilometer einfach so herunter zu spulen.

 Wiechert