Inspektion in Rheinfelden

Die IG Velo hat sich umgeschaut und in Rheinfelden zu viele untaugliche Abstellplätze im öffentlichen Raum notiert. Genau 94 Plätze wurden angeschaut. Es gibt gute, an denen man sich orientieren kann. Etwa die Volkshochschule, der Bahnhof, die Flüchtlings-Obdachlosenunterkunft Werderstraße und das Bürgerheim – überdachte Anlagen, Bügel zum Anschließen, ausreichender Abstand zum nächsten Velo. An anderen Orten fallen negativ vor allem die alten Felgenklemmer auf, in allen Schulen sowie am Freibad.

Felgenklemmer am Schwimmbad in Rheinfelden
Die IG Velo fordert:

• Unbedingt geändert und ausgetauscht werden müssen die veralteten Felgenklemmer, die an Schulen und Schwimmbädern anzutreffen sind.

• Die Situation beim Rathaus muss verbessert werden – ein unzumutbarer Zustand für die Radfahrer.

• Überdachte Abstellplätze sind auf Oberrhein- und Friedrichplatz nötig.
Die IG Velo hat in einem Antrag zu den Haushaltsberatungen des Gemeinderats die finanziellen Mittel für Verbesserungen bei Abstellanlagen gefordert und Alternativen aufgezeigt, wie sie zum Beispiel in Lörrach zu sehen sind.

Perfekter Radständer an der VHS Rheinfelden

So ist es richtig: Bügel zum sicheren Anschließen und eine Überdachung – Fahrradstellplatz an der VHS Rheinfelden.

Keine sichere Querung bei Riedmatt

Rheinfelden hat eine große Chance vertan

Der Gemeinderat hat sich nach starkem Druck der Riedmatter Bevölkerung und des Karsauers Ortschaftsrats gegen eine Überquerung der B 34 (nahe Blauer Bock) ausgesprochen, wie sie das Straßenbauamt geplant hatte. Dabei spielten wohl notwendige Enteignungen von Land die entscheidende Rolle.

Querung bei Riedmatt

Die IG Velo bedauert, dass mit dieser Entscheidung gegen die Überführung nicht gleichzeitig eine Entscheidung für eine andere Variante gezielt in Angriff genommen wurde. Eine gute Lösung scheint somit in weite Ferne gerückt zu sein. In den Überlegungen, die der IG Velo vom Straßenbauamt (schon 2008) vorgelegt worden waren, gab es durchaus eine Abwägung zwischen Unter- und Überführung. Dabei schienen der

IG Velo die Argumente für die Überführung einleuchtend: geringere Steigung und Gefälle, wesentlich geringere Baukosten und Bauzeit, ungeklärter Wasserabfluss bei der Unterführung, mit Ängsten verbundene Unterführung etc. Die mit einer Überführung verbundene Enteignung von Land und der Widerstand der BI haben das Projekt nun zum Scheitern gebracht.

Wie es nun weitergehen wird, ist ungewiss, da sich das Straßenbauamt weigert, eine neue Planung auszuarbeiten. Zunächst sollen ordnungsrechtliche Maßnahmen vor Ort geprüft werden und die Verwaltung soll nun neue Vorschläge überprüfen. Jedenfalls wurde große Chance vertan. Die IG Velo weist nachdrücklich daraufhin, dass diese Querung der

B 34 sehr gefährlich ist und wünscht, dass mit Hochdruck nach einer neuen Lösung gesucht wird, die ein hohes Maß an Sicherheit bringt. Das Radverkehrsaufkommen ist an dieser Stelle recht hoch und wird noch steigen: zum Beispiel durch stärkere Nutzung des Fernradwegs südlicher Schwarzwald sowie durch die verbesserten Radwegübergänge bei den Kraftwerken Schwörstadt und Rheinfelden.