Basler Straße als Pendlerroute „Mitte“

Der große Rat der Stadt Basel hat am vergangenen Mittwoch 31,4 Million Franken dafür bewilligt, in Riehen den Abschnitt von der Lörracher Grenze bis zur Gartengasse(bei der Fondation Beyeler) den neuen Verkehrsverhältnissen nach Eröffnung der Zollfreien anzupassen. Die Lörracher Straße und Teile der Basler Straße sollen durch eine Umgestaltung des Straßenraums verkehrsberuhigt werden. Der Große Rat  will durch die breiteren Gehwege, zusätzlichen Grünflächen, weiteren Fußgängerüberwegen und Fahrradstreifen sicherstellen, dass tatsächlich weniger Autos und LKWs durch Riehen fahren. Wir meinen, dass auch in Lörrach die Funktion der Basler Straße nach Inbetriebnahme der „Zollfreien“ neu definiert und sie verkehrsberuhigt werden muss. Wir schlagen ihre Ausweisung als Velo-Pendlerroute „Mitte“ vor. Die IG Velo hält es für wichtig, zwischen die Pendlerrouten „Wiese“ und „Ost“ noch eine Pendlerroute „Mitte“ zu legen und dabei die Fußgängerzone zu umfahren. Diese Pendelroute bestünde aus zwei Ästen aus Norden: Die Route „Mitte“ führte von Haagen her durch Grüttpark und Haagener Straße, die Route von Tumringen her über Freiburger- und Tumringer Straße; beide Routen treffen sich am Senigallia Platz. Umfahrung der Fußgängerzone: Vom Senigallia Platz führt die Route durch Riesstraße, Spitalstraße und Weinbrennerstraße zur Basler Straße. Sie kann dann zur Pendler-Route optimiert werden. Wir schlagen hierzu durchgängig die Entfernung des Mittelstreifens, beiderseitig breitere, durchgängige Veloschutzstreifen und Tempo 30 vor.

 

Fahrradsträßchen

Die Stadtverwaltung hat den asphaltierten Weg entlang des Rosenfelsparks als Fahrradstraße ausgeschildert mit dem Zusatz: Anlieger frei. Eine Durchfahrt von der Schillerstraße zur Schützenstraße ist Autos hier nicht möglich. Das war sie allerdings zuvor ebensowenig.

Fahrradstraße Rosenfelspark

Am Rosenfelspark wurde die erste Fahrradstraße in Lörrach eingerichtet. Foto: Wolfgang Göckel

Die Stadt sieht die Maßnahme als Einstieg ins Thema „Fahrradstraße“ und hat in einem Flyer die vielen guten Gründe für Fahrradstraßen aufgeführt. Außerdem die Regeln, so unter anderem: In Fahrradstraßen haben Radler Vorrang und dürfen nebeneinander fahren; sind Autos zugelassen, dürfen sie Radfahrer nicht gefährden, nicht behindern – und bei Tempo 30 ist Schluss.
Aus Sicht der IG Velo war’s kein großer radverkehrspolitischer Sprung, eher eine sanfte Einführung des Themas. Die Ortsgruppe hat wiederholt vorgeschlagen, die Bergstraße als Fahrradstraße auszuweisen.