Events der Weiler Ortsgruppe 2022

Die IG Velo und der Schwarzwaldverein Weil am Rhein haben für das Jahr 2022 wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Auf zwei Räder können wir unsere herrliche, idyllische Landschaft genießen. Die Touren unterscheiden sich hinsichtlich der Länge, des Höhenprofils und der Dauer. Die Veranstaltungen können nur durchgeführt werden, wenn es die Corona-Situation zulässt.

 

Auf Schneeschuhen durch die Winterlandschaft

Genießen wir einen Tag, die kalte klare Bergluft, weiße Winterlandschaften sowie die tief verschneiten Wälder auf den Hochebenen des südlichen Schwarzwaldes. Es ergeben sich bei klarem Wetter immer wieder herrliche Panoramen in Richtung Wiesental und Alpen. Die Veranstaltung erfolgt nur bei gutem Wetter und entsprechenden Schneeverhältnissen. Die Tour ist für Anfänger mit guter Kondition geeignet. Die Anfahrt erfolgt in Fahrgemeinschaften.

Gesamtstrecke ca. 6 – 8 Kilometer

Treffpunkt Samstag, 05.02.2022, 08:40 Uhr, Sparkassenplatz, Hauptstr. 279, Weil am Rhein

Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen beschränkt.

Führung: Ulrich Siemann

Kosten: Ausleihen der Schneeschuhe falls erforderlich 12 Euro, Stöcke kosten extra (wenn Wanderstöcke vorhanden, bitte mitbringen) und Fahrtkostenbeteiligung.

Anmeldung erforderlich bis spätestens 31.01.2022 unter Angabe der Telefonnummer und ob Ausleihen gewünscht.

 


Fahrradtechnik für Einsteiger – Tipps zur Selbsthilfe

Dem technisch weniger versierten Velofahrer werden in ausführlicher und anschaulicher Weise Anleitungen und Tipps für die häufigsten anfallenden Reparaturen gegeben, um bei Pannen das Fahrrad wieder fahrbereit zu bekommen.

Wann:  17.03.2022 von 18:30 Uhr bis 21:00 Uhr

Wo:     Kulturzentrum Kesselhaus, Am Kesselhaus 5, Saal, 79576 Weil am Rhein

 

Velobörse

Velobörse am 19.03.2022 auf dem Schulhof der Leopoldschule in Weil am Rhein

 

Hinüber ins Elsass 

Von Weil radeln wir über Rosenau nach Bartenheim. Danach geht’s durch den Hardtwald bis Kembs. Über Dietwiller, Eschentzwiller, Riedisheim kommen wir nach Rixheim, wo es entlang des Rhein-Rhône-Kanals zurück nach Weil geht.

Gesamtstrecke ca. 70 Kilometer, ca. 250 Höhenmeter

Treffpunkt Sonntag, 10.04.2022, 10.00 Uhr, Rathausplatz, Weil am Rhein

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt.

Führung: SWV / IGV

–Anmeldung erforderlich—

 

Über die Höhen des Dinkelbergs

Wir radeln über die Hohe Flum nach Dossenbach. Von hier geht es weiter nach Wehr. Über Hasel rollen wir auf dem Radweg weiter nach Schopfheim. Sollte der Eichener zu sehen sein, machen wir einen Abstecher dahin. Von hier geht es an der Wiese gemütlich zurück nach Weil am Rhein.

Gesamtstrecke ca. 70 Kilometer mit ca. 500 Höhenmetern

Treffpunkt Samstag, 07.05.2022, 09:30 Uhr, Rathausplatz, Weil am Rhein

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt.

Führung: SWV / IGV

–Anmeldung erforderlich—

 

 Markgräfler Runde

Die abwechslungsreiche Tour führt uns über Hügel und Senken des leicht welligen Markgräflerlandes. Weiter durch landwirtschaftlich geprägte Dörfer bieten sich auch herrliche Ausblicke in Richtung Basel und dem südlichen Schwarzwald.

Gesamtstrecke ca. 70 Kilometer, ca. 700 Höhenmeter

Treffpunkt Samstag, 09.07.2022, 09.00 Uhr, Rathausplatz, Weil am Rhein

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt.

Führung: SWV / IGV

–Anmeldung erforderlich–

 

Historische Klopfsäge (sportive Tour)

Entlang der Wiese bis Steinen und weiter übers Weitenauer Bergland, Maiberg geht die Fahrt nach Fröhnd. Die historische Klopfsäge in dem Örtchen Holz (bei Fröhnd) wurde um 1808 errichtet und ist ein wahres Wunderwerk aus Stein und Holz, das von Wasser angetrieben wird. Über die Ortschaften Stutz und Stadel erreichen wir Häg – Ehrsberg, Die Ortschaft liegt im Angenbachtal, einem Seitental der Wiese. Über Zell – Mambach geht’s wieder zum Ausgangsort zurück.

Fahrstrecke ca. 85 km, Höhenmeter ca. 700

Treffpunkt Sonntag, 14.08.2022, 08.30 Uhr, Rathausplatz Weil am Rhein

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt.

Führung: SWV / IGV

— Anmeldung erforderlich–

 

Fahrt ins Blaue

Nimm Dein Rad und fahr los. Unter diesem Motto starten wir am

Sonntag, 11.09.2022 um 9.00 Uhr am Rathausplatz in Weil am Rhein.

Fahrstrecke ca. 85 km, Höhenmeter ca. 800

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt.

— Anmeldung erforderlich–

 

Die Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung und es gilt die Straßenverkehrsordnung. Das Tragen eines Helmes ist obligatorisch. Auch sollte ein Handy mitgeführt werden.

Anmeldungen bitte per Mail mit Handynummer an den Schwarzwaldverein Weil am Rhein (SWV) Roland.Christ14@t-online.de, oder die IG Velo Weil am Rhein (IGV) JB.Wiechert@t-online.de

Ortsgruppe Weil unter neuer Leitung

Jürgen Wiechert trat nach 16 Jahren als Vorsitzender nicht mehr zur Wahl an. Zum Nachfolger wurde Klaus Geese gewählt.

Bei der am 26.10.2021 erfolgten Mitgliederversammlung der Weiler Ortsgruppe der IG Velo konnte der Vorsitzende Jürgen Wiechert im vollbesetzten Nebenzimmer des Restaurants Axion in Weil – Haltingen auch den Bürgermeister der Stadt Weil am Rhein, Martin Gruner, sowie von Stadtbauamt Ariane Linde begrüßen.

In seinem Rückblick stellt er fest, dass sich einiges im vergangenen Zeitraum für Velofahrer in Weil am Rhein verbessert hat – aber dennoch gibt es noch genügend für den Radverkehr zu tun. Um mehr Menschen aufs Rad zu bringen sind Konzepte gefragt, die das Fahren mit dem Rad sicherer und komfortabler gestalten. Dazu gehören unter anderem Radfahrstreifen, geeignete und breite Radwege, Fahrradstraßen, übersichtliche Radwegführungen, sichere Abbiegemöglichkeiten, ausreichend Abstellplätze
Nachfolgend wurden 16 Maßnahmen, die im Stadtgebiet und den Stadtteilen in Bezug auf den Radverkehr verbessert bzw. noch in Arbeit oder in Planung sind, dargestellt.

Abschließend richtete der Vorsitzende den Dank an die Aktiven der Ortsgruppe für die bisherige Unterstützung. Ohne die Mithilfe / Unterstützung wären die Bestrebungen für eine verbesserte Radinfrastruktur, den erfolgten Projekten und Veranstaltungen nicht möglich gewesen. Besonders bedankte er sich auch bei Michael Pantze für die 16-jährige stellvertretende Funktion. Die Zeit war sehr angenehm, wir haben beide bestens und vertrauensvoll zusammengearbeitet.

Michael Pantze bescheinigte dem scheidenden Vorsitzenden, dass er sehr viel bewegt hat. Zwei denkwürdige Ereignisse hob er hervor, als er bei der Einweihung der Dreiländerbrücke im Sommer 2007 den damaligen Ministerpräsidenten Günter Oettinger mit einem E-Bike mit Seitenwagen chauffierte. Für ihr Engagement erhielten der scheidende Vorsitzende sowie Michael Pantze vom Landesverkehrsminister Herrmann die Landesehrennadel verliehen. Zudem war Jürgen Wiechert in ständigem Dialog mit der Stadt Weil und den Umlandgemeinden und hat an den Verkehrsschauen teilgenommen.

Bürgermeister Martin Gruner dankte dem bisherigen Führungsduo für seine stets offene, konstruktive Zusammenarbeit und sicherte auch dem neuen Sprecher zu, ein offenes Ohr für die Anliegen der IG Velo zu haben.

Klaus Geese wurde einstimmig zum neuen Sprecher der Ortsgruppe gewählt. Für ihn ist das Fahrrad das Verkehrsmittel Nummer eins. Er hofft, dass sich die Anzahl der derzeitigen aktiven Mitglieder, die sich regelmäßig zu Besprechungen treffen, weiter erhöhen wird. Als sein Stellvertreter wurde Jürgen Wiechert einstimmig von den Anwesenden gewählt.
Wiechert

Von links: Jürgen Wiechert, Klaus Geese, neuer Vorsitzender der IG Velo – Ortsgruppe Weil am Rhein, Michael Pantze und Bürgermeister Martin Gruner

Mit leichter Verschwenkung über die Markgräfler Straße

Fertiggestellt wurde Mitte März der straßenbegleitende Radweg im Zweirichtungsverkehr über die Markgräfler Straße in Weil am Rhein–Haltingen.

Für die Verkehrsteilnehmer wurde er übersichtlich ausgebaut. Jetzt hat der Radfahrer bei der Querung dieser aufgepflasterten Straße Vorfahrt. Damit Autofahrer die Querung nicht übersehen, wurde die Furt rot gefärbt.

Außerdem wurden, ebenfalls in Haltingen, die Radwegquerungen über die Will-Baumann-Straße und Weinbergstraße für die Sicherheit des Radverkehrs mit roter Farbe markiert.

Wiechert

Garage statt Fahrradhotel

Wo wird man bei der Dreiländergalerie in Weil am Rhein Fahrräder abstellen? Die IG Velo stellte Fragen und hat immer noch Bedenken.

Überraschend für die IG Velo Weil kam die Nachricht, dass das Projekt eines „Fahrradhotels“ in der Wendeschleife der Tramlinie, beim Einkaufszentrum Dreiländergalerie, der Vergangenheit angehört.

Nach den jetzigen Entwürfen des CEMAGG-Managements ist eine Fahrradabstellanlage im ersten Untergeschoss der Dreiländergalerie vorgesehen – „Fahrradgarage“ wird sie vom Management genannt. Sie zählt 400 Plätze (Doppelstockparker). Zusätzlich sollen 80 Fahrradabstellplätze an der Nord- und Südseite der Dreiländergalerie eingerichtet werden.

Die IG Velo hat im November 2020 mit einem Schreiben beim CEMAGG Management kritisch nachgefragt und kurz vor Redaktionsschluss auch Antworten erhalten. Hier einige Punkte herausgegriffen:

  • Zugänglich sein soll die Fahrradgarage von der Müllheimer Straße und der Tramhaltestelle. Radfahrer schieben auf Rampen mit sechs und zehn Prozent ihre Velos hinunter und wieder hinauf – zehn Prozent scheinen der IG Velo zu viel.
  • Eine weitere Abstellmöglichkeit im Rondell der Wendeschleife des Trams schließt das CEMAGG-Management aus planerischen Gründen aus. Die IG Velo hingegen hält Stellplätze nahe Tram- und Bushaltestelle bzw. Bahnhof für erforderlich.
  • Außer der Fahrradgarage gibt es weitere 80 Abstellplätze im Norden und Süden der Dreiländergalerie. Für Rad fahrende Kunden ergeben sich etwa 30 bis 50 Meter lange Fußwege von der Garage und den Stellplätzen zu den Center-Eingängen. Das dürfte vielen zu weit sein, vermutet die IG Velo und rechnet mit „wild“ vor dem Eingang abgestellten Rädern. Das CEMAGG-Management versichert, nähere Abstellplätze nicht verwirklichen zu können. Die geplanten böten den Vorteil, das Velo anschließen zu können.
  • Die IG Velo wies nachdrücklich darauf hin, das bei den Abstellplätzen auch an Fahrradanhänger und Lastenräder zu denken sei – dies wegen des Platzbedarfs und ebenso wegen des Zugangs über Rampen. Das sei, versichert das Management, sowohl in der Fahrradgarage wie bei den Plätzen im Norden bedacht.
  • Die IG Velo lenkte den Blick auch auf die Sicherheit – es müsse Vandalismus und Diebstahl vorgebeugt werden. Das werde gerade geprüft, antwortete das CEMAGG-Management, ebenso die Forderung nach E-Ladestationen. Schließfächer für Helme und anderes seien bereits geplant.

Wiechert/wg

Leicht verschwenkt und: Vorfahrt

In Haltingen herrscht nun doch Klarheit übers Queren der Markgräfler Straße

Ernüchternd ist im ersten Moment die Nachricht, dass die Fahrradfurt über die Markgräfler Straße (entlang der Freiburger Straße, Haltingen) keine Mehrheit im Ortschaftsrat Haltingen gefunden hatte. Die Planung der Stadtverwaltung sah vor, dass parallel zur Freiburger Straße die Querung der Markgräfler Straße als straßenbegleitender Radweg ausgebaut werden sollte, so dass der Radfahrer hier die Vorfahrt gegenüber den Fahrzeugen in der Markgräfler Straße hätte. Für diese Variante hat sich auch die IG Velo stark gemacht.

Die Stadtverwaltung hat dem Ortschaftsrat danach eine geänderte Planung vorgelegt, der schlussendlich zugestimmt wurde: Die Radwegführung über die Markgräfler Straße wird vier Meter verschwenkt, um zwischen der Freiburger Straße und der Radfurt das Abbiegen von Fahrzeugen zu erleichtern – so hätten die Autofahrer, die in die Freiburger Straße einfahren, bessere Sicht. Auch mit dieser Variante ist gewährleistet, dass der Radverkehr bevorrechtigt die Markgräfler Straße quert – eine Forderung auch der IG Velo. Zudem, so einige Ortschaftsräte, werde durch das leichte Verschwenken der Radverkehr geringfügig verlangsamt, was die Unfallgefahr verringere.

Der Fachplaner wie auch die Teilnehmer der Verkehrsschau hatten sich zuvor für eine begradigte Weiterführung des Veloweges ausgesprochen. Die ursprüngliche Planung für eine begradigte Radwegführung entsprach einer Musterlösung für Radverkehrsanlagen in Baden-Württemberg sowie dem technischen Regelwerk für die Planung, Entwurf und Betrieb von Radverkehrsanlagen (kurz: ERA).

Von Eimeldingen über Haltingen nach Weil am Rhein führt nach dem Radverkehrskonzept der Stadt Weil eine Pendlerroute, also eine Hauptradwegverbindung, auf der ein zügiges Radfahren gewährleistet sein soll. Für die Verbesserung der Sicherheit des Radverkehrs spielt auch eine gute Infrastruktur eine große Rolle. Es soll gelten: keine größeren Umwege fahren müssen, weitgehend kreuzungs- und barrierefreie Routen vorfinden, nicht ständigen an Kreuzungen und scharfen Kurven abbremsen und wieder neu anfahren müssen. Dazu braucht es bisweilen mehr als nur einen weißen Strich oder rote Farbe auf der Fahrbahn.

Einfahrt von der B 3 in die Markgräfler Straße in Haltingen. Bald wird ein roter Fahrstreifen warnen, dass hier Radfahrer mit Vorrecht die Markgräfler Straße queren

Wiechert

Weil am Rhein im Test (und Streit)

Die Hauptstraße wurde zuerst zur Fußgängerzone gewandelt, dann zur Einbahnstraße

Am 10. August startete in Weil am Rhein ein siebenwöchiger Testlauf für eine Pop-up-Fußgängerzone. Die temporäre Fußgängerzone in der Hauptstraße begann an der Schillerstraße und endete an der Abzweigung zur Bühlstraße (die bis dahin 20 km/h Zone).

Auslöser war, dass es auf Gehwegen nicht genügend Raum gab, um die Corona-Abstands-Regelungen einzuhalten.

Radfahrer durften die Fußgängerzone in beide Richtungen befahren. Erfreulich war ebenso, dass Straßen mit einem Durchfahrtsverbot für Autos für den Radverkehr geöffnet blieben; auch die vorübergehend eingerichteten Einbahnstraßen waren für den Radverkehr in Gegenrichtung frei.

In östlicher Richtung fuhren die Linienbusse durch die Fußgängerzone, in Richtung Westen nahmen die Busse den Weg über die Humboldtstraße. Lieferverkehr war bis 10 Uhr erlaubt, mit Sondererlaubnissen auch später. Anwohner mit einem Parkberechtigungsschein konnten ihre Parkplätze weiterhin erreichen.

Die öffentlichen Parkplätze, die sich in der Fußgängerzone befinden und nicht genutzt wurden, sollten den Gastronomen und dem Einzelhandel mehr Platz verschaffen.

Radlers große Freude…

Radler schätzen die Durchfahrt durch die Fußgängerzone sehr. Radfahrer waren hier, wie man feststellen konnte, mit mäßiger Geschwindigkeit unterwegs und gefährdeten nicht die Fußgänger. Die Geschäfte konnten problemlos mit dem Velo angefahren werden. Es gab keine Behinderungen durch ein- und ausparkende Fahrzeuge, was erheblich zur Sicherheit beim Radfahren beitrug. Radabstellplätze vor den Geschäften waren gut belegt, was klar darauf hindeutete, dass vermehrt mit dem Velo eingekauft wurde.

Doch nach heftigen Protesten der Händlervereinigung Weil-aktiv und von Anliegern wurde zum 31. August aus der autofreien Fußgängerzone eine Einbahnstraße durch die Innenstadt: frei für den Verkehr in Richtung Osten. So sollte der Verkehrsfluss verbessert werden. Die IG Velo ging davon aus, dass der Radverkehr weiterhin in beide Richtungen unterwegs sein durfte.

…bald wieder getrübt

Tatsächlich wurde die Hauptstraße für Radfahrer nicht in Gegenrichtung freigegeben.

Auf Nachfrage teilte die Stadtverwaltung der IG Velo mit, dass es (in Tagen der Fußgängerzone) bei Begegnungen von Radlern mit Bussen und Lieferfahrzeugen Probleme gegeben habe, dass Radfahrer zwischen die Blumenkübel ausweichen und warten mussten. Bei täglich einer mittleren dreistelligen Zahl Fahrzeuge schien das der Stadt noch vertretbar – aber nicht mehr bei deutlich stärkerem Verkehr mit Einbahnregelung.

Als Alternative wäre das Verschieben oder Entfernen der Blumenkübel in Frage gekommen. Damit hätte, so die Stadtverwaltung, die Gefahr bestanden, dass die Auslagen der Geschäfte und die Bestuhlung der Gastronomiebetriebe sich wieder enger zusammenziehen. Der Grundgedanke des Platzschaffens wäre verloren gegangen. Die Velofahrer, so die Stadt, könnten in Richtung Schlaufenkreisel ja durch die Gartenstadt radeln. Auch nördlich der Hauptstraße gebe es für Radfahrer Ersatzstrecken.

Schlussendlich war festzustellen, dass es keine Fußgängerzone mehr war. Und wie befürchtet sind Radler entgegen der Einbahnrichtung unterwegs gewesen; der Gehweg wurde ebenfalls genutzt. Grundsätzlich war Radfahrern schwer verständlich, dass für sie die Einbahnstraße nicht in Gegenrichtung freigegeben wurde.

IG Velo mit klarem Ziel

Sollte für die weitere Zukunft eine Fußgängerzone in Weil geplant sein, wird sich die IG Velo dafür einsetzen, dass sie für Radler in beide Richtungen freigegeben wird.

Wiechert