Alles Müll oder was?

Alles Müll oder was, dieser Fragen gingen 21 Velofahrer der Weiler IG Velo und dem Schwarzwaldverein im Müllmuseum in Wallbach nach.

Zuerst ein Besuch bei „Biene Maya“

Bei idealem Frühlingswetter starteten wir in Weil. Bevor es auf die Strecke ging, statteten wir der hungrigen „Biene Maja“ im Weiler Dreiländergarten, einen Besuch ab. Roland Christ erläuterte das Projekt des Schwarzwaldvereins und betonte, dass hier aktiver Naturschutz betrieben wird. Bedingt durch die unzähligen Umweltgifte sind die Wildbienen vom Aussterben bedroht. Pestizide zerstören die Nahrung dieser Tiere. Diese unterscheiden sich gravierend von den allseits bekannten Honigbienen. Sie sind viel kleiner und leben überwiegend allein. Die Nahrung für diese Bienen besteht sehr oft aus nur einer Pflanze. Das Projekt soll dazu dienen den Tieren neue Lebensgrundlagen zu schaffen bzw. zu erhalten. Im Gewächshaus des TRUZ werden derzeit 4000 Wildblumen vorgezogen. Diese werden dann ab Mai am Tüllinger Berg auf zwei Grundstücken gepflanzt.

Am Rhein entlang nach Wallbach und zurück

Weiter gings dann nach Wyhlen, wo wir den Rhein querten und ihm auf der schweizerischen Seite folgten bis Schwörstadt. Nach erneuter Überquerung des Grenzflusses erreichten wir zielstrebig Wallbach. Nach dem wir uns mit einem Brunch gestärkt hatten erkundeten wir das Müllmuseum. Zahlreiche Raritäten, wie Uhren, alte Plattenspieler, Radios, Rechenmaschinen, Modelleisenbahnen aller Spurweiten, Teddys, Puppen, Sportgeräte wie Roll- und Schlittschuhe, uralte Skier, sowie allerhand aus Haushalt und Küche, gab es zu bestaunen. Beeindruckend waren die Utensilien eines früheren Frisörgeschäftes. Und das besondere daran ist, dass jedes gezeigte Utensil eine eigene teilweise lustige oder aber auch emotionale Geschichte hat.


Dieses Müllmuseum ist auf jeden Fall ein Besuch wert, aber bitte viel Zeit mitbringen. Mit diesen Eindrücken im Gepäcks ging es auf der deutschen Rheinseite wieder zurück nach Weil.

Wiechert